Der Mensch ist, was er denkt...

29.01.16 12:21
Der Mensch ist, was er denkt...
Heike Pröger Praxis für Energie und Lebensfreude Stuttgart

"Der Mensch ist, was er denkt. Was er denkt, strahlt er aus. Was er ausstrahlt, zieht er an".

Damit hat er wohl Recht, unser weiser unbekannter Verfasser dieser Sätze liebe Leserinnen und Leser meines Blogs.

Jedoch, was da so einfach geschrieben steht, ist in der Umsetzbarkeit häufig gar nicht so einfach. Manchmal gibt es nämlich im Leben Umstände, die machen es einem so richtig schwer positiv zu bleiben...

Kennen Sie das auch?

 

Ziellosigkeit, Beziehungsprobleme, Unzufriedenheit, permanenter Zeitdruck, Zukunftsängste usw...können aufsteigen, für die es viele und verschiedenste Gründe geben kann sich zu sorgen.

Wie leicht allerdings jemand die Herausforderungen des Lebens wegsteckt, hängt unter anderem davon ab, welche Wahrnehmung er wählt. Und, unsere Wahrnehmung hängt wiederum von vielen individuellen Faktoren ab. So können z.B. die eigene Tagesform oder die derzeitige Lebenssituation bis hin zur Sympathie oder Antipathie für das Gegenüber ganz entschieden darauf einwirken, wie wir Menschen bestimmte Situationen bewerten, also wahrnehmen.

Die Fähigkeit positiv zu denken, hängt dabei nicht nur von äußeren Faktoren ab, sondern wird in erster Linie von jedem Menschen selbst erzeugt.

Positives Denken entsteht in jedem von uns selbst, denn jeder entscheidet in jedem Moment seines Lebens, wie er Situationen beachtet, bewertet und aufnimmt.

Das bedeutet, dass, wenn man z.B. einen Konflikt am Arbeitsplatz hat und abends zuhause noch immer schlecht gelaunt herumsitzt, oder sich tagelang über die Bäckersfrau aufregt weil sie einem alte Brötchen angedreht hat, dass man genau dann ertwas für sein seeliches Gleichgewicht tun darf oder auch sollte.

In meiner täglichen Arbeit als psychologische Beraterin, begegne ich häufig Menschen, die sich niedergeschlagen, ausgelaugt fühlen und aus einem bestimmten Grund zu mir in die Beratung kommen. Sie wünschen eine Änderung ihres aktuellen Lebensbildes.

Meine Aufgabe ist es dann, den eigentlichen "Störenfried" oder "Unglücklichmacher" zu finden und den Klienten Wekzeuge an die Hand zu geben, die ihnen dabei helfen können, nachhaltig an an genau dieser - ihrer Wahrnehmung - zu arbeiten.

"Ich würde ja gerne, wenn..." oder "Ich war schon immer ein pessimistischer Mensch weil..." sind Sätze die ich dann oftmals höre.

Wenn Klienten mir solche oder ähnlich lautende Sätze sagen, verweise ich gernegerne auf Lektion 1:

 

"Ich habe das Steuer meiner Wahrnehmung in der Hand, somit bin ich der Steuermann meiner Gedanken und Sichtweisen. Mein freier Wille, zu entscheiden, wie ich Situationen aufnehme und bewerte, versetzt mich in die Lage, diesen Zustand jederzeit selbstständig zu verändern".

 

Um jedoch umfassend positiv zu denken, dürfen gleich mehrere verschiedene Bereiche in Augenschein genommen werden. Einer davon nennt sich Loslassen und beinhaltet etwaige antrainierte Wertemuster, Erwartungshaltungen, Wünsche, utopische Ziele oder aber auch menschliche Bindungen.

Wir alle haben uns während unseres Lebens, und der damit verbundenen Lebenserfahrungen die wir gesammelt haben, ein eigenes Weltbild zugelegt. Darin enthalten sind unsere Werte, unsere eigenen Ansichten und Sichtweisen. Diese haben wir entwickelt aufgrund unterschiedlicher Menschen die uns begegnet sind - unser Empfinden mit ihnen - und Dingen/Geschehnissen die uns passiert sind. 

Was aber würde denn geschehen, wenn wir versuchen würden nur 2Std. unseren verkrampften Arm an etwas festzuhalten nur weil wir es so wollen?

Richtig! Dieser Schmerz wäre unerträglich. Nicht anders verhält es sich mit unserer Seele.

Eine weitere Stütze nennt sich Gelassenheit. Diese besteht aus Entspannung, Vertrauen in sich und anderen, ein In-sich-Ruhen. Oftmals erfahren meine Klienten schon eine Erleichterung, wenn sie erst einmal ins Loslassen gekommen sind. Loslassen und Gelassenheit liegen dicht beieinander, heben sich jedoch nicht gleichzeitig auf. Denn, obwohl sie themenmäßig so nah zusammenliegen, darf jeweils gesondert daran gearbeitet werden.

Stress ist beispielsweise in Zeiten wie heute ein großer Zeiträuber und damit verbunden auch ein signifikanter Beschleuniger fürs Negativdenken.

Die dritte Stütze heißt Aufmerksamkeit/Achtsamkeit und hier dürfen wir alle einen Blick darauf werfen, was das eigentlich für Geschehnisse sind, die uns da immer wieder aus der Ruhe bringen oder in denen wir uns wünschen, positiver zu denken. 

Jeder, der selbst Menschen berät wird wissen, wie viel von unserer eigenen Fähigkeit, die Dinge nach Möglichkeit wirklich achtsam und aufmerksam zu betrachten, abhängt. Ohne die Bereitschaft und den festen Willen, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen und diese positiv zu nutzen, wird es nämlich verflixt schwer mit dem positiven Denken...

 

Weshalb nun positiv denken?

Wie schon gesagt: Gedanken schaffen Wirklichkeiten. Glückliche Gedanken helfen uns, unseren Sehnsüchten und Wünschen schneller näher zu kommen. Studien belegen, dass wir durch eine positive Lebenseinstellung automatisch in ein gutes Lebensgefühl reinkommen.

Wie "einfach das gehen kann" legt uns Hoffmann von Fallersleben in seinem Volkslied "Die Gedanken sind frei" so schön locker und fröhlich nahe. Was in diesem Lied so frei von der Leber weg gesungen wird, ist in der Umsetzung oft schwierig und vielleicht gar nicht mal so spaßig.

Häufig ist genau der erste Stein "Selbstbeobachtung" schon ein ganz schöner Brocken, denn da beweißt man sich vor allem: konstruktive Selbstkritik und Disziplin. Die Disziplin wird an dieser Stelle immer wieder gefordert, aber im Vergleich zu den sich umgehend fühlbaren Vorteilen, etwas, die man gerne leistet:-)

Wer immer alles erstmal negativ betrachtet, gräbt sich nicht nur selbst das Wasser ab, sondern gerät auch ganz schnell in den Strudel der "selbsterfüllenden Prophezeihung". 

Dies ist das Phänomen mit jeder Eigendynamik, seine in diesem Falle negativen Gedanken, sich so lange im Kopf festsetzen zu lassen, bis das Befürchtete tatsächlich eintritt oder bis die Person selbst Handlungen ausführt, die darauf hinweisen können, dass die Situation längst eingetreten ist..obwohl noch alles in Ordnung ist. Solche Gedanken können überdies zu einer geringeren Leistung, etwa bei Prüfungen sorgen, worin sich im Anschluss das Gedachte wieder bestätigt..ein Kreislauf also.

In meiner Beratung setze ich deshalb immer wieder gezielt auf produktive und lösungsorientierte Betrachtungsweisen. Der noch so dickste Brocken besteht im Auflösen negativer Denkmuster, die sich im Laufe der Jahre eingeschlichen haben.

Dieser Weg ist keinesfalls ein kurzer, jedoch er lohnt sich:-) So, wie wir Rad fahren oder sprechen lernen, können wir auch lernen positiv zu denken und damit unser komplettes Weltbild positiv einfärben:-)

Beim positiven Denken darf systematisch und kontinuierlich an sich gearbeitet werden. Ob nun in Eigenregie oder mit fachkundlicher Unterstützung, das entscheidet jeder selbst liebe Leserinnen und Leser:-) Das Wichtigste: am Ball bleiben und diszipliniert sein, so stellt sich der Erfolg am ehesten spürbar ein.

In diesem Sinne: Bleiben Sie positiv! :-) 

herzlichst, Ihre Heike Pröger psychologische Beratung in Stuttgart

Tags: Lebensfreude
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